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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 868148
Zitat:
Schulverweigerung und Hartz-IV: Ein Teufelskreis.
An Hauptschulen fehlen bis zu 20 Prozent der Schüler unentschuldigt mehrere Stunden pro Woche. Die Gründe dafür, die Schule zu verweigern, sind zwar vielfältig, ein wesentlicher Grund ist jedoch Resignation. Kinder, die denken, sowieso auf Hartz-IV zu landen, verstehen nicht, warum sie sich in der Schule einbringen sollten. Manche werden gänzlich lethargisch, andere organisieren ihr Leben außerhalb der Schule: Sie bauen ihren Status in Jugendgangs auf, dealen auf Flohmärkten oder sogar mit Drogen.
Schulprobleme haben fast nie etwas mit Faulheit oder mangelnder Erziehung zu tun
Studien belegen, dass die Probleme deutlich vielschichtiger sind. Generell identifizieren sich Kinder mit ihrer Rolle als Schüler und suchen in dieser Anerkennung und Zugehörigkeit. Sie wollen vom Lehrer angenommen werden und einer Klassengemeinschaft angehören. Dazu passt auch, dass viele Schüler beim Schwänzen in der Schule bleiben. Sie bleiben stattdessen auf dem Schulhof oder in der Cafeteria, vermeiden also die Schule als Lernort, schätzen sie aber als Lebenswelt.
Was hat das mit Hartz-IV zu tun?
Die Ursachen für Schulverweigerung, nämlich fehlende Anerkennung und mangelndes Gefühl der Zugehörigkeit, gelten verschärft für Kinder, die von Hartz-IV leben müssen. Dank der Medien und Politik haben Hartz-IV Abhängige oft den Ruf "asozial" zu sein, nicht arbeiten zu wollen, "dem Steuerzahler auf der Tasche zu liegen", keine Bildung zu haben, zu dumm zu sein um Arbeit zu finden, psychische Probleme zu haben oder an Alkohol- wie Drogensucht zu leiden. Mit diesem Stigma versehen, werden die betroffenen Schüler und Schülerinnen oft von Anfang an ausgegrenzt. Auch manche Lehrer teilen, explizit oder unausgesprochen, das Vorurteil vom "faulen Hartz-IV-Empfängers" und entwerten dementsprechend ihre Schüler.
Märchen vom Aufstieg durch Fleiss
In sozialen Brennpunkten lernen die Schüler von Anfang an, dass nur die wenigsten von ihnen nach dem Schulabschluss die Chance auf eine Ausbildung haben. Gerade intelligente Schüler und Schülerinnen sehen die Durchhalteparolen der Lehrer "wenn du dich nur bemühst, schaffst du es schon" als Märchen an. Denn Kinder aus Hartz-IV-Familien erleben ständig, wie ihre Eltern, ihre Vorbilder, vom Jobcenter schikaniert, gedemütigt und unterdrückt werden. Das berechtigte Misstrauen gegenüber Institutionen, und dazu gehört auch die Schule, nehmen sie sozusagen mit der Muttermilch auf
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 921003
Laut einer aktuellen Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fehlen Eltern mit geringerem Einkommen die Ressourcen, um ihre Kinder bei der Bewältigung des größeren Lernpensums zu unterstützen.
- Böckler Impuls Ausgabe 09/2018. »G8 verringert die Chancengleichheit«. [Hans-Böckler-Stiftung. Deutscher Gewerkschaftsbund. DGB]
Anmerkung:
Das war und ist wohl das Ziel des Bologna-Prozesses gewesen.
Die finanziell Armen raus und unten halten.
Mission erfolgreich!
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 929146
OECD-Bildungsreport: Chancengleichheit gibt es in Deutschland nicht
Und der Weg in die kapitalistische Ausbeutung wird schon bei den Allerkleinsten vorgegeben.
Irgendwelches einsetzendes Denken bei der Bevölkerung?
Fehlanzeige!
Weit über 80 Prozent der Wähler würden die aktuelle Politik wiederwählen.
So sieht es aus, wenn die Opfer dieser Bildungspolitik taktisch wählen.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 932676
Mit zwei kurzen Sätzen erklärt uns die FAZ unser Bildungssystem:
Zitat:
Die soziale Herkunft bestimmt in Deutschland über den Schulerfolg. In Ländern wie Finnland, Norwegen oder Polen existiert ein solche Ungerechtigkeit nicht.
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 935243
Zitat:
Ausbau der Ganztagsschulen lässt auf sich warten
Der Ausbau der Ganztagsschulen und der Hortbetreuung ist im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Zwei Milliarden Euro wollte der Bund 2019 bereitstellen. Doch jetzt hat Bundesfinanzminister Scholz die Gelder wohl gestrichen.
Die zwei Milliarden Euro, die schon für die Ganztagsschulen eingeplant waren, wurden von Olaf Scholz [SPD was für eine Schande] einfach gestrichen.
Dafür bekam die Kriegsministerin zusätzlich noch einmal 323 Millionen für militärische Beschaffung.
Obwohl die Militärausgaben bereits 2018 um über 4 Milliarden Euro erhöht wurden und noch weitere Zusagen von über 5,5 Milliarden Euro für die nächsten Jahre bewilligt wurden.
Aber wer braucht schon ordentliche Schulen.
Die bringen den Kindern doch nur unnötig Bildung bei.
Das ist nur hinderlich.
Wenn stattdessen möglichst dummes Kanonenfutter zur Rohstoffabsicherung und dem Freihalten von Handelswegen benötigt wird?
Wir können uns es nicht leisten, unser wichtigstes Potenzial noch länger so maßlos zu zerstören.
Die Kreativität, Entdeckerfreude, Begeisterung und die Lust am Lernen der Kinder.
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 935998
Zitat:
Geplante Grundgesetzänderung. Länderchefs gegen „Einheitsschulpolitik“.
Im Bundestag ist sie schon durch, doch im Bundesrat sieht es für die geplante Grundgesetzänderung zur Digitalisierung von Schulen schlecht aus. Fünf Länderchefs machen in einem Gastbeitrag Stimmung dagegen.
[Quelle: tagesschau.de; 2. Dezember 2018]
Provinztrottel haben das sagen.
Oder warum sollte man in Berlin eine andere Mathematik lehren als in Stuttgart?
In München eine andere Chemie als in Kiel?
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 936032
Also Punkt 1:
Ich habe keine "deine Genossen in Erfurt bei R2G".
Ich bin parteiunabhängig.
Punkt 2:
Zitat:
Die Ministerpräsidenten von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen machten in einem gemeinsamen Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ihre Ablehnung deutlich, weil die Änderung aus ihrer Sicht zu sehr in die Länderhoheit eingreifen würde.
gastli hat am 03. Dezember 2018 um 15:26 Uhr folgendes geschrieben:
Also Punkt 1:
Ich habe keine "deine Genossen in Erfurt bei R2G".
Ich bin parteiunabhängig.
Punkt 2:
Zitat:
Die Ministerpräsidenten von Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen machten in einem gemeinsamen Beitrag für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ihre Ablehnung deutlich, weil die Änderung aus ihrer Sicht zu sehr in die Länderhoheit eingreifen würde.
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 936329
Und so bleibt diese BRD eben digitales Entwicklungsland, das Nationen wie Estland eine Generation hinterher hängt.
Zitat:
Die Lehrer arbeiten vornehmlich mit Smartboards, einer interaktiven Tafel. Und die Lehrbücher sind demnächst auch digital. So ist das in Estland. Dort gehört das digitale Klassenzimmer längst zum Bildungsalltag. In Deutschland dagegen müssen sich häufig hunderte Schüler im Unterricht ein paar Dutzend museumsreife Computer teilen. Breitbandanschluss? WLAN? Fehlanzeige.
Umso bizarrer wirkt der Streit, den Bund und Länder beim sogenannten Digitalpakt für Deutschlands Schulen aufführen. Berlin bietet fünf Milliarden Euro an, um die Kreidezeit dort endlich zu beenden.
...
Nach der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch in Berlin haben sich die Fronten hier sogar noch weiter verhärtet. So droht der Digitalpakt grandios zu scheitern. Zumindest liegen die Mittel dafür bis auf weiteres auf Eis.
...
Kleinstaaterei im globalen und digitalen Zeitalter, das geht gar nicht. Bund und Länder müssen dringend zu Potte kommen. Sonst heißt es: Setzen, sechs!
Auf Druck der SPD stellte nun der Bund den Ländern einige Milliarden für Schulcomputer zur Verfügung.
Theoretisch.
Praktisch wehren sich aber die Unionsländer NRW, Sachsen, Bayern, sowie Baden-Württemberg vehement gegen die Milliarden.
Nein, nein, nein, meine Suppe esse ich nicht.
Bevor Laschet, Söder und Co sich in ihre Schulpolitik reinreden lassen, sollen deutsche Schüler lieber in der digitalen Steinzeit sitzen bleiben.
Zitat:
Schämt euch, Länder!
...Es ist bezeichnend, dass über den Föderalismus nur noch dann geredet wird, wenn es ums Geld geht. Dann wachen die Länder auf, dann fällt ihnen ein, dass die Schule und die Bildung ihre Sache ist, um die sie sich kümmern wollen und sollen. Dann raunen sie mit Ehrfurcht und mit Stolz in der Stimme vom Bildungsföderalismus und von der ureigenen Sache der Länder. Sie sollten sich genieren. Die Länder haben die Bildung verkommen lassen, die deutsche Bildungslandschaft ist keine Landschaft, sondern nur noch ein einziger Verhau.
Bildung und Schule sind, so steht es im Grundgesetz, Ländersache. Die Länder pochen auf ihr Recht, aber aus dieser Pocherei besteht der Großteil ihrer Tätigkeit. Für große inhaltliche Debatten reicht die Kraft nicht mehr, für die Harmonisierung der 16 Bildungspolitiken der 16 Bundesländer auch nicht.
...
Der reale Bildungsföderalismus ist ein törichter und enger Föderalismus. In seiner jetzigen Form ist er antiquiert. Das Lamento der Bildungsföderalisten über den Digitalpakt ist ein Lamento über ihre eigenen Defizite.
Der Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier beklagt die zunehmende Verdummung der heranwachsenden Generation. Schuld sei ein Bildungssystem, in dem nur nach ökonomischen Aspekten unterrichtet werde.
Alles schön und schlecht.
Allerdings fehlt auch hier der entscheidende Teil.
Auch hier wird nicht die Systemfrage gestellt!
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 937017
Zitat:
gastli hat am 12. Dezember 2018 um 07:56 Uhr folgendes geschrieben:
HARTZ IV PRÄSENTIERT: DER EIN-EURO-PÄDAGOGE
Oops!
Gastli, hast Du gelesen, was der Mann alles kann?
Zitat:
Erstellung von Webseiten und entsprechenden Sprachen und Protokollen, HTML, CSS, SSI, PHP, JS, SQL, API Entwicklung (Schnittstellen für diverse Anwendungsfälle auf Web-Basis z.B.), Frameworks, ReST, Server Management, Server Administrierung, GIT und was so dazugehört.
Solche Leute rufen doch üblicherweise Stundensätze um mittleren und oberen zweistelligen Bereich auf.
Pfiffikus,
der sich fragt, warum sich jemand mit diesen Qualifikationen überhaupt mit einer solchen Ein-Euro-Maßnahme beschäftigt
Wie T-Online heute berichtet, wird dem Kind (!) eines Berliner AfD-Abgeordneten der Besuch der Waldorfschule durch die Schulleitung verwehrt.
Zur Begründung heißt es u.a., der Vater k ö n n t e durch ausländerfeindliche oder nationalistische Äußerungen den Schulfrieden stören.
KÖNNTE!
Ist das nicht ein schönes Beispiel für die deutsche Demokratie in diesen Zeiten?
Das Kind wird ausgegrenzt, weil der Vater einer Partei angehört, die bei vielen unbeliebt ist.
Hat es bei der Judenverfolgung nicht ähnlich angefangen?
Ich wage gar nicht, mir das Geheul, auch in diesem Forum, vorzustellen, wenn ein Asylantenkind von einer solchen Ausgrenzung betroffen wäre.
Es ist einfach nur ekelhaft, was sich hier abspielt.
Das ist eben ein Blick in stinkende linke Abgründe!
Schön, dass der Pawlow`sche Reflex bei dir noch funktioniert.
Es wäre interessanter gewesen, du hättest dich zum Sachverhalt geäußert statt wieder ablenkend herumzuschwurbeln.
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 937063
Du willst doch nicht im Ernst den demokratischen Widerstand gegen die Rechtspopulisten und Rassisten der AfD mit der Verfolgung und späteren Vernichtung der Juden durch die Nazis gleichsetzten?
Ist die Ausgrenzung eines Kindes, welches nichts für die politischen Ambitionen seines Vaters kann, als demokratischer Widerstand zu bezeichnen?
So menschenverachtend könntest doch nicht mal du sein!
Und Ausgrenzung und Verfolgung beginnen immer mit kleinen Dingen, das solltest du wissen.
Aber wie stehst du nun zum reinen Sachverhalt? Dieser Antwort bist du bisher aus dem Weg gegangen.
Ist es richtig, ein Kind von 6 oder 7 Jahren für die Ambitionen eines Elternteils quasi in Sippenhaft zu nehmen und auszugrenzen?
Ob du das als "saudumm" bezeichnest ist mir völlig Bockwurst.
Aber wenigstens hast du dich mal zu einer akzeptablen Antwort hinreißen lassen.
Das lässt hoffen, dass bei dir Hopfen und Malz noch nicht ganz verloren sind.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 937119
Das Gelächter galt bisher hier immer nur Meta für ihr kruden Ansichten.
Das du dich da mit eingereiht hast enttäuscht mich sehr.
Das die gute fundierte Bildung, die unsere Generation in der Deutschen Demokratischen Republik erwerben konnte so schnell verblassen konnte.
Sehr schade.
Die Folge war dann eben deine in Bezug auf die AfD-Faschisten blödsinnige Äußerung.
Das diese noch zusätzlich eine Relativierung des Holocaust ist und eine tatsächliche Verunglimpfung aller Holocaustopfer ist absolut übel.
Du scheinst mir auch zu den Leuten zu gehören, die nur deswegen in jeder Suppe ein Haar finden, weil sie, wenn sie davorsitzen, so lange den Kopf schütteln, bis eines hineinfällt.
Meine in der DDR erworbene Bildung ist mitnichten in Vergessenheit geraten, denn ich leide nicht an Alzheimer sondern habe ein sehr gutes Langzeitgedächtnis.
Ich weiß, wem ich was verdanke und wem nicht.
Deswegen halte ich es für ein sehr gewagtes Stück, mir Relativierung des Holocaust unterjubeln zu wollen, abgesehen davon, dass dir das nicht gelingen wird.
Ich hatte argumentiert, dass Ausgrenzung immer im kleinen beginnt, das sollte dir ja nicht neu sein.
Mir unverständlich, wie du es fertig bringst, daraus abzuleiten, dass ich die Holocaustopfer mit AfD-Mitgliedern gleichsetze.
Du willst das nur scheinbar mißverstehen, um Wasser für deine Argumentationsmühlen zu bekommen.
Stell dich da bitte nicht ganz so billig an.
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 937223
Ein völlig unbescholtener Mensch, ein Kind, wurde hier wegen seiner Eltern benachteiligt. Der Begriff "Sippenhaft" fiel mir auch spontan ein, als ich von diesem Fall las, bereits bevor ich ihn hier im Forum lesen musste. Es scheint also etwas dran zu sein. Doch ich schreibe jetzt lieber nicht, wo man diese sonst so beobachten konnte.
Zitat:
gastli hat am 17. Dezember 2018 um 11:38 Uhr folgendes geschrieben:
Aber wie die private Schule das Hausrecht ausübt bleibt ihr belassen.
Das ist falsch.
Sicher haben Privatschulen eine weit gehende Vertragsfreiheit, aber nicht uneingeschränkt. Es gibt ein Sonderungsverbot, es gilt wie überall das Diskriminierungsverbot. (Geld darf beispielsweise kein Selektionskriterium sein.)
Generell haben Schulen eine Neutralitätspflicht. Die wurde hier mit Füßen getreten.
Privatschulen dürfen ihre Vertragsfreiheit nutzen, um sicher zu stellen, dass der Schüler für diese Schule geeignet sein muss. So darf sich ein privates Sportgymnasium die Schüler aussuchen, die besonders sportlich sind und den gymnasialen Anforderungen gewachsen sind, völlig legal. Ob der Vater ein weniger intelligenter Rollstuhlfahrer ist, darf keinerlei Rolle spielen. Die Schüler dürfen auch die Schüler ablehnen, von denen zu befürchten ist, dass sie den Schulfrieden stören. (Damit landen problematische Schüler eher in staatlichen, als in privaten Schulen.)
Dieser Fall ist deshalb brisant, weil hier nicht der Schüler, sondern der Vater als nicht geeignet eingestuft worden ist. Solche Streitfälle gab es wohl bisher noch nicht.
Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass dieser Fall noch die Gerichte beschäftigen wird.
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 937251
Zitat:
Pfiffikus hat am 19. Dezember 2018 um 10:23 Uhr folgendes geschrieben:Sicher haben Privatschulen eine weit gehende Vertragsfreiheit, aber nicht uneingeschränkt.
Die hatten 140 Anmeldungen auf ihre 30 Plätze.
Es hätte also niemand was sagen können, wenn die mit Platzmangel argumentiert hätten.
Haben sie aber nicht.
Und was sagt die Geschäftsführung der Schule dazu?
Zitat:
Der Geschäftsführer der betroffenen Schule wies am Sonntag darauf hin, dass der Umgang mit der AfD nicht nur an einer kleinen Waldorfschule schwierig sei, sondern auch im Großen. So habe der Bundestag bekanntlich beschlossen, dass jede Fraktion einen Vize-Präsidenten stellen dürfe. Dennoch hätte man dort die AfD-Kandidatin in einem zweiten Wahlgang abermals durchfallen lassen.
Pfiffikus hat am 19. Dezember 2018 um 10:23 Uhr folgendes geschrieben:
Pfiffikus,
der davon ausgeht, dass dieser Fall noch die Gerichte beschäftigen wird.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 937253
Nachtrag
Zitat:
Niemand würde es – nehme ich an – dem Jüdischen Gymnasium übel nehmen, wenn es sich weigern würde, das Kind eines Holocaustleugners oder eines Aktivisten der Boykottbewegung gegen Israel aufzunehmen. Extrembeispiele, gewiss. Aber das, wofür die AfD steht, also Deutschtümelei, Elitenfeindschaft, Nationalismus, Europaskepsis und Globalisierungskritik, steht im Widerspruch zum Selbstbild der Waldorfschulen insgesamt – die sich gern von den unappetitlicheren Ideen Steiners distanzieren wollen – und der betreffenden Berliner Schule insbesondere. Die Schule hätte bei 140 Bewerbungen auf 30 Plätze andere Gründe vorschieben können. Sie zog es vor, ehrlich zu sein. Hut ab.
im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
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RE: Die liebe Bildung
Beitrag Kennung: 937276
Zitat:
gastli hat am 19. Dezember 2018 um 15:43 Uhr folgendes geschrieben:
Die hatten 140 Anmeldungen auf ihre 30 Plätze.
Es hätte also niemand was sagen können, wenn die mit Platzmangel argumentiert hätten.
Haben sie aber nicht.
Vielmehr haben sie (die Schulleitung) wieder einmal den Ball auf den Elfmeterpunkt gelegt. Die AfD muss nur noch dran treten, schon sind sie ein weiteres Mal in der Opferrolle.
Pfiffikus,
der orakelt, dass der fällige Blumenstrauß nicht bei Herrn Brandner, sondern irgendwo in Berlin abzuholen ist
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