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Jumpa, HeMu, welche uns kürzlich finanziell unterstützt haben. .:.
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Fragen zur DDR
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Hugo
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FT-Nutzer
516 geschriebene Beiträge
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Wohnort: heute hier und morgen da
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03.07.2007 ~ 14:51 Uhr ~ Hugo schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 11.07.2006
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52776
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Zitat: |
Original von felixed
Zitat: |
Original von Hugo
Da sie aber den Menschen als Individuum nicht wahrnehmen wollen, scheitern sie am Menschen selbst. |
Da Du die tatsächlichen Inhalte der kommunistischen Ideologie nicht wahrnehmen willst, |
Oh, ich nehme sie wahr. Aber um es mit "Faust" zu sagen: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube."
Zitat: |
Original von felixed
wirst Du wohl auch weiter bei dieser "Deiner" Meinung bleiben. |
Ja, das ist und bleibt MEINE Meinung. Und das kann ich hier und da und überall laut sagen bzw. schreiben. Ich weiß, daß DU anderer Meinung bist.
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Hugo
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FT-Nutzer
516 geschriebene Beiträge
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Wohnort: heute hier und morgen da
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03.07.2007 ~ 14:56 Uhr ~ Hugo schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 11.07.2006
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52777
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Gab es 1989 überhaupt schon Videorecorder in der DDR? Wenn, dann waren die so schweineteuer, daß die sich kaum einer leisten konnte.
Amateurfunk gab es tatsächlich in der DDR im Rahmen der GST, in den Räumen der GST und unter strengen Auflagen und Sicherheitsbestimmungen, die Ausbildung erfolgte unter militärischen Aspekten. Eine private Funkstation mit Antenne auf dem Wohnhaus war allerdings selten und ein Privileg.
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orca
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8.636 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Dresden
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03.07.2007 ~ 15:04 Uhr ~ orca schreibt:
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52779
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Zitat: |
Original von mia vom dorfe
Sicher nicht, aber bestimmt 100% ige gesetzestreue Genossen ... |
Indem sie nach "Deiner" Meinung verbotene Dinge besaßen und sogar in meinem Beisein benutzten? In der SED war meines Wissens auch Keiner von denen.
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Herasun
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FT-Nutzerin
2.322 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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03.07.2007 ~ 17:55 Uhr ~ Herasun schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 13.04.2006
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52780
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Zitat: |
Original von mia vom dorfe
Ich denke mir er meit so wie bei den Videorecordern und Funkgeräten. Die waren in der DDR ja auch verboten. |
Hallo,@ Hugo, hier hat wahrscheinlich gerade jemand gesprochen, der zu DDR-Zeiten mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gerannt ist und nun seine "Erkenntnisse" rausläßt.
Verfechter des bösen DDR-Regimes scheint sie allerdings nicht zu sein.
Wie das?
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kritiker
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Nutzer ist im Jahr 2020 verstorben
1.440 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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03.07.2007 ~ 18:19 Uhr ~ kritiker schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 23.03.2006
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52783
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also, ich wage nicht hier über die ddr zu urteilen, denn ich habe dort nur 35 jahre meines lebens verbracht! hab also null ahnung von dem was da abging!
und, gazettenberichte der neuzeit oder andere medien einfach nachplappern das will ich nicht, das ist mir zu dumm!
bis dann
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Herasun
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FT-Nutzerin
2.322 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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03.07.2007 ~ 20:03 Uhr ~ Herasun schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 13.04.2006
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52788
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Falls es jemanden interessiert:
Heute 20.45 Uhr MDR:
Unsere Hausgemeinschaft
Leben in der Platte
(Eine Reportage aus Gera-Lusan)
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orca
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FT-Nutzer
8.636 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Dresden
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03.07.2007 ~ 20:21 Uhr ~ orca schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 20.06.2007
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52796
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Zitat: |
Original von Herasun
Falls es jemanden interessiert:
Heute 20.45 Uhr MDR:
Unsere Hausgemeinschaft
Leben in der Platte
(Eine Reportage aus Gera-Lusan) |
Sicher eine DDR-freundliche Sendung vom Förderverein Sozialistische Kultur e.V..
Kannste ja mal ansehen und die neuesten Hetzparolen zum Besten geben.
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Simson
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Benutzerkonto am 16.04.2013 gelöscht
4.401 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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03.07.2007 ~ 21:41 Uhr ~ Simson schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 14.02.2003
12 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52816
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Zitat: |
Original von gastli
Also ich habe da große Hoffnungen für zukünftige Generationen wenn es gelingt die Selbstvernichtung der Menschen im Kapitalismus durch den Kapitalismus zu verhindern. Er trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.
Das Problem der Selbstvernichtung war in den Ländern in denen Ansätze von Sozialismus bestanden haben vom Tisch da dieses Gesellschaftssystem die Aggressivität des Kapitalismus nicht benötigt.
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Da haben wir wohl in zwei DDR´n gelebt.
Es wurde Raubbau an der Natur und Umwelt sowie zum Teil am Menschen betrieben. Die Umwelt erholt sich seit der Wende und das nicht nur wegen geschlossener Betriebe. Die Lebenserwartung der Ostdeutschen verlängert sich seit der Wende in Richtung auf die seitdem noch weiter gestiegene Lebenserwartung der Westdeutschen. Mißliebige Menschen werden nicht mehr gezielt psychisch "zersetzt" oder physisch vernichtet.
Notwendige bzw. überfällige Sanierungsmaßnahmen sowie Modernisierungsmaßnahmen konnten nach der Wende in Angriff genommen werden, zum Beispiel bei Straßen, Rohrleitungen, Brücken, Schienen, Wohnungen, Gebäuden, dem Telefonnetz, im Gesundheitswesen, in weiterbestehenden Betrieben und an anderen Stellen. Die enormen Fördergelder dafür haben bei manchem im Westen auch Unmut hervorgerufen.
Die DDR als instabiles System hat sich letzlich selbst vernichtet, weil sie sich nach 40 Jahren zumindest ohne Gewalt nicht mehr aufrechterhalten ließ - sie ist nicht von außen vernichtet worden. Allerdings hat sie sich zeitlebens an einem anderen deutschen Staat mit einer anderen Ordnung messen lassen müssen. Und nach einer massenhaften Abstimmung mit den Füßen haben sich ihre Bürger am 18. März 1990 mehrheitlich auch mit dem Wahlzettel für diese andere Ordnung entschieden.
Seit dem Fall der Mauer werden keine Atomraketen in Europa mehr gegeneinander gerichtet und ein Krieg zwischen demokratischen Staaten innerhalb Europas und darüber hinaus erscheint undenkbar. Grenzposten der DDR durften sich erstmals mit ihren Kollegen bzw. Polizisten und Menschen auf der anderen Seite unterhalten. Aus dem Ort 28-jährigen Grauens wurde ein Ort des Volksfestes. Über das alles bin jedenfalls ich sehr froh und kann mich noch gut an davor vorhanden gewesene Ängste sowie die Militarisierung der DDR-Gesellschaft beginnend im Kindergarten über die Schule, die GST, die Berufsschule, die NVA und den Pflichtwehrdienst ohne echte Alternativen (Verweigerung oder Sozialdienst) bis zu den Kampfgruppen und Militärparaden erinnern, die auch der Vergangenheit angehören. Meine "Hundemarke" aus Aluminium liegt heute noch in meinem Schrank.
Mir kommt manchmal der Vergleich mit einem Zoo in den Sinn.
Bis zur Wende wurden die lieben und ans Zooleben angepaßten Tiere in diesem Zoo behütet und umsorgt. Für einige widerspenstige mußten Zwangsmaßnahmen ergriffen oder sie mußten gar getötet werden.
Seit Errichtung des Zoos waren von Anfang an größere Mengen Tiere geflohen. Von alleine kamen nur sehr wenige neue Tiere hinzu. Deswegen wurde irgendwann ein großes Gitter um den Zoo errichtet, das nur noch sehr wenige Tiere überwinden konnten. Ältere verbrauchte Tiere ließ man durch Türen im Gitter heraus, wenn sie es wollten. Einige ausgewählte Tiere bekamen auch Ausgang.
Durch das Gitter hindurch konnten alle Tiere aber trotzdem wenigstens noch in die freie Natur hinaus sehen und hören.
Nachdem nach 28 Jahren an einer abgelegenen Stelle das Gitter ein größeres Loch bekam flohen erneut viele Tiere, besonders junge mit ihrem Nachwuchs. Auch eine große Zahl der restlichen Tiere hatte mittlerweile die Nase voll von diesem Gitter und ihr Freiheitsdrang wurde sehr groß. Die inzwischen alt gewordenen Inhaber des Zoos und die Wärter verstanden die Tiere nicht mehr und wurden nicht mehr mit ihnen fertig. Sie trauten sich aber auch nicht, größere Mengen von Tieren mit Gewalt zu bändigen oder gar zu erschießen. Schließlich verloren sie die Kontrolle über diesen Zoo und mußten überall Löcher in das Gitter machen, durch die nun alle Tiere in die freie Natur hinaus konnten. In einer einige Monate späteren demokratischen und geheimen Abstimmung plädierte die Mehrheit der Tiere für eine Auflösung des Zoos, was manchen sowohl innerhalb als außerhalb des Zoos sehr überraschte.
Danach wurde das ehemalige Zoogelände schrittweise wieder zur freien Natur umgestaltet, was einige Veränderungen mit sich brachte. Zum Beispiel verschwanden viele gewohnte Futterkrippen und Tränken. Selbständige oder gemeinsame Nahrungssuche war für viele Tiere ein inzwischen ungewohnter, ja unnatürlich erscheinender Vorgang geworden. Die im Zoo geborenen Tiere kannten so etwas kaum.
Die unterschiedlichen Tiere aus diesem Zoo mit unterschiedlichem Lebensalter, unterschiedlichen Eigenschaften und unterschiedlichen Erfahrungen in diesem Zoo haben sich dann auch recht unterschiedlich wieder an die freie Natur gewöhnt.
Manche davon streiten sich noch heute, ob das Leben im Zoo damals nun besser war als es in der freien Natur ist, ob ein Zoo wiedererrichtet werden muß und wie er gestaltet werden soll, ob ein Zoo die artgerechte Umgebung für Tiere ist oder ob vielleicht die Tiere hin zu freiwilligen Zoobewohnern gezüchtet werden sollten. Die Kühnsten unter den Zoologen wollen einen weltweiten Zoo errichten.
Und solange sie nicht alle gestorben sind, streiten sie auch weiter ...
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von Simson: 03.07.2007 21:50.
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Herasun
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FT-Nutzerin
2.322 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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03.07.2007 ~ 21:42 Uhr ~ Herasun schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 13.04.2006
52 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52817
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Zitat: |
Original von felixed
Sicher eine DDR-freundliche Sendung vom Förderverein Sozialistische Kultur e.V..
Kannste ja mal ansehen und die neuesten Hetzparolen zum Besten geben. |
Auch wenn es dich jetzt schwer enttäuschen wird:
Ich kann keine Hetzparolen zum Besten geben, weil es keine gab.
Ansonsten war`s aber auf den Lofoten weitaus beeindruckender.
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Herasun
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FT-Nutzerin
2.322 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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03.07.2007 ~ 22:03 Uhr ~ Herasun schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 13.04.2006
52 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52821
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Wenn es nicht so grauenvoll wäre, was du da soeben verzapft hast, würde ich lachen, @ Simson.
Bitte verüble es nicht, daß ich es gerade für überflüssig erachte, auf ein derartiges Geschreibsel im Einzelnen einzugehen. (Irgendwie schaffst du es tatsächlich, der yellow press Konkurrenz zu machen.)
Nur soviel:
Auch wenn du für deinen Teil am Ziel deiner Wünsche und Sehnsüchte angekommen zu sein scheinst, ist das dennoch kein Beweis dafür, daß das das Ziel der Menschheit allgemein sein muß.
Leben ist und bleibt (zum Glück) Veränderung. Auch im Rückblick und im Lernprozess der Menschen.
Wüten sowie Gift und Galle speien gegen Vergangenes hilft nicht weiter, es macht uns nur blind für die Mißstände in der Gegenwart.
Zufriedenheit mit Erreichtem macht träge und denkfaul und würde uns, wären alle Menschen so geartet, noch heute in Höhlen hausen lassen.
Naja, vielleicht hätten wir`s da ja aber auch besser als in deinem Zoo.
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Hugo
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FT-Nutzer
516 geschriebene Beiträge
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Wohnort: heute hier und morgen da
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03.07.2007 ~ 22:10 Uhr ~ Hugo schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 11.07.2006
1 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52823
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@Simson
Das hast du aber gut erzählt! Der Vergleich ist so was von zutreffend ...
Da muß ich doch gleich auch mal wieder an "Die Farm der Tiere" (Animal Farm)denken von George Orwell ....
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Erfurter
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FT-Nutzer
776 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Erfurt
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03.07.2007 ~ 22:26 Uhr ~ Erfurter schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 05.10.2006
237 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52826
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Zitat: |
Original von Simson
Da haben wir wohl in zwei DDR´n gelebt.
Es wurde Raubbau an der Natur und Umwelt sowie zum Teil am Menschen betrieben. Die Umwelt erholt sich seit der Wende und das nicht nur wegen geschlossener Betriebe. Die Lebenserwartung der Ostdeutschen verlängert sich seit der Wende in Richtung auf die seitdem noch weiter gestiegene Lebenserwartung der Westdeutschen. Mißliebige Menschen werden nicht mehr gezielt psychisch "zersetzt" oder physisch vernichtet.
Notwendige bzw. überfällige Sanierungsmaßnahmen sowie Modernisierungsmaßnahmen konnten nach der Wende in Angriff genommen werden, zum Beispiel bei Straßen, Rohrleitungen, Brücken, Schienen, Wohnungen, Gebäuden, dem Telefonnetz, im Gesundheitswesen, in weiterbestehenden Betrieben und an anderen Stellen. Die enormen Fördergelder dafür haben bei manchem im Westen auch Unmut hervorgerufen.
Die DDR als instabiles System hat sich letzlich selbst vernichtet, weil sie sich nach 40 Jahren zumindest ohne Gewalt nicht mehr aufrechterhalten ließ - sie ist nicht von außen vernichtet worden. Allerdings hat sie sich zeitlebens an einem anderen deutschen Staat mit einer anderen Ordnung messen lassen müssen. Und nach einer massenhaften Abstimmung mit den Füßen haben sich ihre Bürger am 18. März 1990 mehrheitlich auch mit dem Wahlzettel für diese andere Ordnung entschieden.
Seit dem Fall der Mauer werden keine Atomraketen in Europa mehr gegeneinander gerichtet und ein Krieg zwischen demokratischen Staaten innerhalb Europas und darüber hinaus erscheint undenkbar. Grenzposten der DDR durften sich erstmals mit ihren Kollegen bzw. Polizisten und Menschen auf der anderen Seite unterhalten. Aus dem Ort 28-jährigen Grauens wurde ein Ort des Volksfestes. Über das alles bin jedenfalls ich sehr froh und kann mich noch gut an davor vorhanden gewesene Ängste sowie die Militarisierung der DDR-Gesellschaft beginnend im Kindergarten über die Schule, die GST, die Berufsschule, die NVA und den Pflichtwehrdienst ohne echte Alternativen (Verweigerung oder Sozialdienst) bis zu den Kampfgruppen und Militärparaden erinnern, die auch der Vergangenheit angehören. Meine "Hundemarke" aus Aluminium liegt heute noch in meinem Schrank.
Mir kommt manchmal der Vergleich mit einem Zoo in den Sinn.
Bis zur Wende wurden die lieben und ans Zooleben angepaßten Tiere in diesem Zoo behütet und umsorgt. Für einige widerspenstige mußten Zwangsmaßnahmen ergriffen oder sie mußten gar getötet werden.
Seit Errichtung des Zoos waren von Anfang an größere Mengen Tiere geflohen. Von alleine kamen nur sehr wenige neue Tiere hinzu. Deswegen wurde irgendwann ein großes Gitter um den Zoo errichtet, das nur noch sehr wenige Tiere überwinden konnten. Ältere verbrauchte Tiere ließ man durch Türen im Gitter heraus, wenn sie es wollten. Einige ausgewählte Tiere bekamen auch Ausgang.
Durch das Gitter hindurch konnten alle Tiere aber trotzdem wenigstens noch in die freie Natur hinaus sehen und hören.
Nachdem nach 28 Jahren an einer abgelegenen Stelle das Gitter ein größeres Loch bekam flohen erneut viele Tiere, besonders junge mit ihrem Nachwuchs. Auch eine große Zahl der restlichen Tiere hatte mittlerweile die Nase voll von diesem Gitter und ihr Freiheitsdrang wurde sehr groß. Die inzwischen alt gewordenen Inhaber des Zoos und die Wärter verstanden die Tiere nicht mehr und wurden nicht mehr mit ihnen fertig. Sie trauten sich aber auch nicht, größere Mengen von Tieren mit Gewalt zu bändigen oder gar zu erschießen. Schließlich verloren sie die Kontrolle über diesen Zoo und mußten überall Löcher in das Gitter machen, durch die nun alle Tiere in die freie Natur hinaus konnten. In einer einige Monate späteren demokratischen und geheimen Abstimmung plädierte die Mehrheit der Tiere für eine Auflösung des Zoos, was manchen sowohl innerhalb als außerhalb des Zoos sehr überraschte.
Danach wurde das ehemalige Zoogelände schrittweise wieder zur freien Natur umgestaltet, was einige Veränderungen mit sich brachte. Zum Beispiel verschwanden viele gewohnte Futterkrippen und Tränken. Selbständige oder gemeinsame Nahrungssuche war für viele Tiere ein inzwischen ungewohnter, ja unnatürlich erscheinender Vorgang geworden. Die im Zoo geborenen Tiere kannten so etwas kaum.
Die unterschiedlichen Tiere aus diesem Zoo mit unterschiedlichem Lebensalter, unterschiedlichen Eigenschaften und unterschiedlichen Erfahrungen in diesem Zoo haben sich dann auch recht unterschiedlich wieder an die freie Natur gewöhnt.
Manche davon streiten sich noch heute, ob das Leben im Zoo damals nun besser war als es in der freien Natur ist, ob ein Zoo wiedererrichtet werden muß und wie er gestaltet werden soll, ob ein Zoo die artgerechte Umgebung für Tiere ist oder ob vielleicht die Tiere hin zu freiwilligen Zoobewohnern gezüchtet werden sollten. Die Kühnsten unter den Zoologen wollen einen weltweiten Zoo errichten.
Und solange sie nicht alle gestorben sind, streiten sie auch weiter ... |
Besser hätte es niemand zu Papier bringen können. Simson 1a kann ich da nur sagen. Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, vorn´weg Herasun und felixed, aber genau so war die DDR.
So und nun schreibt halt wieder auf das es nicht so war. In solche Köppe wird das nie reingehen. Baded euch im Selbstmitleid, anstelle mal etwas anzupacken.
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Herasun
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FT-Nutzerin
2.322 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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03.07.2007 ~ 22:49 Uhr ~ Herasun schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 13.04.2006
52 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52830
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Zitat: |
Original von Erfurter
In solche Köppe wird das nie reingehen. Baded euch im Selbstmitleid, anstelle mal etwas anzupacken. |
Huhh, "solche Köppe" baden jedenfalls nicht in Selbstmitleid.
Das scheint deinem schlauen Köpfchen völlig zu entgehen.
Ist aber nicht weiter schlimm.
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jandark
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FT-Nutzer
578 geschriebene Beiträge
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Wohnort: West-Gera
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04.07.2007 ~ 00:24 Uhr ~ jandark schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 17.07.2005
1 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52850
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Zitat: |
Original von Simson
@ Hugo:
Vielen Dank für die Blumen.
"Die Farm der Tiere" (Animal Farm) von George Orwell kenne ich im Gegensatz zu "1984" übrigens nicht, war also keine Vorlage für mich.
Meine Erinnerung, mein Denkvermögen und etwa zwei bis drei Stunden Denk-, Schreib- und Formulierungsarbeit führte zu meinem Beitrag. Mein heutiges Abendbrot fand deswegen erst sehr spät statt. Das lohnt sich leider nicht für jeden, der das liest und dann viel, viel schneller einen Kommentar abgeben als den Inhalt erfassen kann. |
Vorweg: Ich schließe meinen Beitrag zu diesem Thema mal (schon aus Platzgründen) lieber an diese Antwort von Simson an statt an den längeren Beitrag mit den Tieren.
Du hast Dir wirklich viel Mühe gegeben, Simson. Und es hat ja auch fast volle 100 Beiträge gebraucht, bis Du Dir und uns die von Dir gestellten Fragen zur DDR nun letztendlich doch noch selbst beantwortet hast. Ich nehme jedenfalls mal an, daß dies mit dieser Art Generalabrechnung nun so ist. Ob Dir die Antwort schon beim Fragestellen klar war, kann ich nicht beurteilen. Ich verfolge dieses Forum und Deine Beiträge allerdings bereits lange genug, um dies einfach mal anzunehmen. Ich finde dies sehr schade, da eine derart polarisierende Aufmachung zu einer sachlichen Betrachtung der DDR leider kaum taugen dürfte. Und das Ergebnis ist dann mal wieder entweder totale Ablehnung oder totale Zustimmung, gerade so als ob nicht hier genauso wie in den meisten Fällen die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo in der Mitte liegt.
Aus eigenen Erfahrungen kann ich, wie Ihr wißt, ja nicht viel zur DDR sagen. Allerdings lebe ich nun schon eine ganze Weile hier, habe viele Menschen mit ebensolchen DDR-Erfahrungen kennengelernt und vielerlei Unterhaltungen darüber geführt. Eigentlich kenne ich niemanden, der sein damaliges Leben in seinem Staat derart runterputzt, daß ich mich ernsthaft fragen müßte, wie man es denn hier solange aushalten konnte. Die meisten berichten von Vor- und von Nachteilen gegenüber den Erfahrungen von heute und machen unterm Strich eine Rechnung zugunsten der heutigen Verhältnisse auf. Einige sehen das anders, können vieles an der DDR heute schätzen, was sie vielleicht sogar früher kritisiert hatten. Keiner von diesen Leuten macht mir übrigens den Eindruck ein Ewig Gestriger oder Erzkommunist zu sein. Nein, einfacher Gedanken- und Erfahrungsaustausch bringt eine tatsächlich sachliche und anregende Bewertung zustande. Und glaubwürdig erscheint es mir folglich ebenso.
Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, daß ich keinesfalls lieber in der DDR hätte leben wollen. Dafür bin ich es wahrscheinlich zu sehr gewohnt, gewisse Freiheiten in Anspruch zu nehmen, die ich in der DDR eben nicht gehabt hätte.
Als einen Zoo hätte ich mir Euren Staat aber nicht vorstellen wollen. Ihr seid doch immer unsere "Brüder und Schwestern" im Osten gewesen.
Und was für Tiere müßten wir dann alle gemeinsam sein, wenn ich daran zurück denke, wie einige Wessis etwas Nase rümpfend nach der Maueröffnung bemerkt hatten: "Nun schaut Euch die an, wie sie sich auf die Bananen stürzen."
gruß
jandark
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Simson
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Benutzerkonto am 16.04.2013 gelöscht
4.401 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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04.07.2007 ~ 01:02 Uhr ~ Simson schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 14.02.2003
12 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52854
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Detaillierter kann ich um diese Uhrzeit auf Deinen Beitrag nicht mehr eingehen.
Gestatte mir aber bitte eine Bemerkung: Deine Wahrnehmung scheint mir sehr subjektiv zu sein und mit Gehörtem anstelle eigener Erfahrungen sowie von der Suche nach Motiven und einer Wahrheit in der Mitte geprägt zu sein. Das sind überwiegende Gefühlslagen, gepaart mit anderen Vermutungen und Unterstellungen.
So alleine kommen wir in einer Diskussion inhaltlich nicht weiter. Auch wenn Du mir das wieder als oberlehrerhaft auslegen solltest.
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gastli
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FT-Nutzer
32.642 geschriebene Beiträge
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Wohnort: terrigenus
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04.07.2007 ~ 06:41 Uhr ~ gastli schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52870
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Zitat: |
Original von Simson
Zitat: |
Original von gastli
Also ich habe da große Hoffnungen für zukünftige Generationen wenn es gelingt die Selbstvernichtung der Menschen im Kapitalismus durch den Kapitalismus zu verhindern. Er trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen.
Das Problem der Selbstvernichtung war in den Ländern in denen Ansätze von Sozialismus bestanden haben vom Tisch da dieses Gesellschaftssystem die Aggressivität des Kapitalismus nicht benötigt.
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Da haben wir wohl in zwei DDR´n gelebt.
Es wurde Raubbau an der Natur und Umwelt sowie zum Teil am Menschen betrieben. Die Umwelt erholt sich seit der Wende und das nicht nur wegen geschlossener Betriebe. |
An dieser Stelle kann ich aufhören mit lesen, weil mir gerade einfällt, dass der Rhein nie verschmutzt war und profitgierige Konzerne nie Contergan in Umlauf gebracht haben. Sorry das hab ich völlig übersehen.
@simson. Geh zurück in deinen fiktiven Zoo
@Hugo. Du hast welke Blumen verschenkt.
@jandark
Danke.
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orca
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FT-Nutzer
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Wohnort: Dresden
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04.07.2007 ~ 07:36 Uhr ~ orca schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 20.06.2007
1084 erhaltene Danksagungen
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 52872
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Zitat: |
Original von Simson
"Die Farm der Tiere" (Animal Farm) von George Orwell kenne ich im Gegensatz zu "1984" übrigens nicht, war also keine Vorlage für mich. |
Orwell würde sich auch schön bedanken, mit Dir verglichen zu werden.
Zitat: |
Original von Simson
Meine Erinnerung, mein Denkvermögen und etwa zwei bis drei Stunden Denk-, Schreib- und Formulierungsarbeit führte zu meinem Beitrag. Mein heutiges Abendbrot fand deswegen erst sehr spät statt. |
Und nun geht's Dir hoffentlich besser und wir können von plumper bürgerlicher Propaganda im noch plumperen Fabelkleid wieder zur Diskussion der DDR übergehen.
Z.B., daß soziale Errungenschaften, daß nämlich Alle nach ihren Fähigkeiten für das Wohl Aller sorgen, sehr vorteilhaft sind, weil dann nämlich Jeder das intensiv macht, wovon er Ahnung hat und nicht in "Eigenverantwortung" Alles ein bißchen und nichts richtig.
Ohnehin ist auch nicht einzusehen, warum die Gesellschaft, zu deren Wohl Jemand beiträgt, für diesen nicht umgekehrt auch Verantwortung übernehmen sollte, anstatt nur eine parasitäre Minderheit zu beschenken und den Rest sich selbst zu überlassen.
Zudem sind nicht alle Leute in der Lage, sich um ihre Belange selbst zu kümmern. Will man nicht irgendwann in eine neue "Euthanasie" abgleiten, ist denen gegenüber gesellschaftliche Fürsorge auch ohne deren Mitwirkung erforderlich. Man läßt Menschen nicht einfach durch Lebensmittelentzug verhungern, wie das in der BRD vorkommt! Zuletzt haben das die Faschisten im großen Stil mit körperlich und geistig Behinderten gemacht.
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leschuh
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FT-Nutzer
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Wohnort: nicht mehr in Gera
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05.07.2007 ~ 20:31 Uhr ~ leschuh schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 03.02.2007
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 53235
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Es ist wohl so, daß die, die die DDR gewissermaßen "von außen" sehen, sie anders beurteilen als die, die drinnen waren und noch jetzt auf dem Territorium der ehemaligen DDR leben. Damit meine ich sowohl die, die vor der Wende im Westen gelebt haben als auch die, die die DDR nur als Kind erlebt haben. Beiden fehlt das subjektive DDR-Erlebnis.
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Wallace
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FT-Nutzer
165 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Großbrembach
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05.07.2007 ~ 20:57 Uhr ~ Wallace schreibt:
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 53239
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Zitat: |
Original von felixed
Man läßt Menschen nicht einfach durch Lebensmittelentzug verhungern, wie das in der BRD vorkommt! Zuletzt haben das die Faschisten im großen Stil mit körperlich und geistig Behinderten gemacht. |
Und jetzt wird die BRD noch mit dem Faschismus verglichen. Lehnst du dich nicht sehr weit aus dem Fenster? bei uns muss keiner verhungern. Da sträuben sich ja alle Haare bei deinem Geschreibsel.
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kritiker
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Nutzer ist im Jahr 2020 verstorben
1.440 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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05.07.2007 ~ 21:57 Uhr ~ kritiker schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 23.03.2006
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 53241
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Zitat: |
Original von Wallace
Und jetzt wird die BRD noch mit dem Faschismus verglichen. Lehnst du dich nicht sehr weit aus dem Fenster? bei uns muss keiner verhungern. Da sträuben sich ja alle Haare bei deinem Geschreibsel. |
hier nur mal zur erinnerung! erst informieren und dann abfällige bemerkungen machen! haare kämmen nicht vergessen!
bis dann
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Wallace
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FT-Nutzer
165 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Großbrembach
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05.07.2007 ~ 22:01 Uhr ~ Wallace schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 28.01.2006
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 53242
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Zitat: |
Original von kritiker
hier nur mal zur erinnerung! erst informieren und dann abfällige bemerkungen machen! haare kämmen nicht vergessen!
bis dann |
Das Thema ist mir durchaus bekannt und dein Ton gefällt mir garnicht.
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orca
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FT-Nutzer
8.636 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Dresden
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06.07.2007 ~ 07:06 Uhr ~ orca schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 20.06.2007
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 53265
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Zitat: |
Original von Wallace
Und jetzt wird die BRD noch mit dem Faschismus verglichen. Lehnst du dich nicht sehr weit aus dem Fenster? |
Nö, durchaus nicht. Dieser Staat wurde vom ersten Tag an maßgeblich von Nazi- und Kriegsverbrechern (nicht etwa "nur" einfachen Nazis) gestaltet: http://www.braunbuch.de/3-00.shtml . Und seit Wegfall der DDR ist er völlig von der Kette gelassen.
Zitat: |
Original von Wallace
bei uns muss keiner verhungern. Da sträuben sich ja alle Haare bei deinem Geschreibsel. |
Höchstens bei Deiner Unwissenheit: http://www.faz.net/s/Rub21DD40806F8345FA...n~Scontent.html
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kritiker
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Nutzer ist im Jahr 2020 verstorben
1.440 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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06.07.2007 ~ 15:51 Uhr ~ kritiker schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 23.03.2006
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 53381
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Zitat: |
Original von Wallace
Das Thema ist mir durchaus bekannt und dein Ton gefällt mir garnicht.
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wenn dir das thema bekannt ist, wundert es mich umso mehr! und, ich hab gar keinen ton von mir gegeben, keinen einzigen!
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Jointroch
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FT-Nutzer
47 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Meiningen
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07.07.2007 ~ 10:39 Uhr ~ Jointroch schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 27.01.2007
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RE: Fragen zur DDR |
Beitrag Kennung: 53446
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Dann rauch ich doch noch lieber eine ihr Streithäne
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orca
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FT-Nutzer
8.636 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Dresden
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07.07.2007 ~ 10:51 Uhr ~ orca schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 20.06.2007
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Erfindergeist und Wegwerfgesellschaft |
Beitrag Kennung: 53449
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DDR-Bürger waren schöpferisch und Improvisationstalente. Was es nicht gab oder zu teuer war, wurde selbst gebaut. Allein in meiner Familie entstanden ein Kleintraktor, Rasenmäher, Elektroheizkörper, Pkw-Anhänger - ich selbst rüstete ein altes Röhrenradio zum HiFi-Stereobetrieb auf, baute Verstärker, elektronische Blinkgeber, machte ein Kassettengerät mit einem selbstgebauten Modem computertauglich, schrieb Computerprogramme.
Was nicht unerheblich dazu beitrug, daß wir selbständig planen und denken lernten. Und heute beurteilen können, welcher Schrott im schicken Kleid uns verhökert wird, weil wir Sollbruchstellen erkennen können.
Böse (Propaganda-)Zungen könnten nun zwar sagen "Not macht erfinderisch", aber aus der Aufzählung wird wohl ausreichend klar, daß auch ohne das Improvisierte keine Not herrschte. Im Gegenteil: wir hatten Zeit und Möglichkeiten, uns die nötigen Kenntnisse anzueignen und die kleineren und größeren Projekte umzusetzen. Und wir ließen kaum etwas umkommen, was noch irgendwann irgendwie verwertbar erschien.
Weshalb wir auch sehr gut erkennen können, was für eine zerstörerische Wegwerfgesellschaft der Kapitalismus ist. Waren und Menschen werden für den Abfall produziert und SOLLEN kaputtgehen. Wie soll man sich hier wohlfühlen, wenn man nicht völlig rücksichtslos und ********* ist?
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gastli
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FT-Nutzer
32.642 geschriebene Beiträge
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Wohnort: terrigenus
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14.07.2007 ~ 21:07 Uhr ~ gastli schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
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RE: Erfindergeist und Wegwerfgesellschaft |
Beitrag Kennung: 54205
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orca
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FT-Nutzer
8.636 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Dresden
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21.07.2007 ~ 22:02 Uhr ~ orca schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 20.06.2007
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Lob der DDR |
Beitrag Kennung: 54937
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Die DDR kritiklos über den grünen Klee zu loben, weil sie natürlich deutlich besser als die BRD war, wäre ebenso falsch, wie in die Anti-DDR-Hetze der bürgerlichen Medien einzustimmen, was ich seltsamerweise auch bei vielen DDR-Bürgern beobachte, die nun lange genug in beiden Systemen gelebt haben, um Wahrheit und Lüge auseinanderhalten zu können. Vermutlich so eine Art Selbstschutzmechanismus, um sich nicht eingestehen zu müssen, was wir 1989/90 für einen Bockmist gebaut haben.
Zum Glück im Unglück kann die BRD ihren sehr belehrenden Charakter nicht ablegen, so daß immer mehr Menschen aus ihrem Traum und ihrer Lethargie aufwachen werden.
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jandark
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FT-Nutzer
578 geschriebene Beiträge
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Wohnort: West-Gera
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22.07.2007 ~ 12:29 Uhr ~ jandark schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 17.07.2005
1 erhaltene Danksagungen
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RE: Lob der DDR |
Beitrag Kennung: 54982
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Was das "belehrende" angeht, mußt Du Dich nicht verstecken. Ansonsten glaube ich wohl, daß auch die DDR ihre Vorteile hatte.
Im Endeffekt käme es auf ein Urteil in der Gesamtbetrachtung an. Und da finde ich es wiederum vermessen, Leuten Motive zu unterstellen, weil sie nun zum Schluß gekommen sind, daß ihnen das jetzige System mehr zusagt.
Menschen, die deshalb alles in Bausch und Bogen an der DDR verurteilen, kenne ich kaum. Am ehesten noch über Aussagen in diesem Forum.
gruß
jandark
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orca
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FT-Nutzer
8.636 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Dresden
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22.07.2007 ~ 14:18 Uhr ~ orca schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 20.06.2007
1084 erhaltene Danksagungen
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RE: Lob der DDR |
Beitrag Kennung: 54999
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Zitat: |
Original von jandark
Was das "belehrende" angeht, mußt Du Dich nicht verstecken. |
Jaja, aber nur die belehrende Wirkung der BRD-Praxis verleiht meinen Worten ausreichendes Gewicht. Tagtäglich kann ja Jeder, der sehen und hören WILL, tatsächlich sehen und hören, wie sich unsere Voraussagen und Einschätzungen bestätigen.
Zitat: |
Original von jandark
Im Endeffekt käme es auf ein Urteil in der Gesamtbetrachtung an. |
Mit Verlaub stützt sich diese "Gesamtbetrachtung" bei den Meisten überwiegend auf die "Betrachtung" (Darstellung wäre hier der treffende Begriff) der Kapitalistenmedien. Mit erwartungsgemäßer Richtigkeit und Genauigkeit (Grenzwertfunktionen gegen Null).
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jandark
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FT-Nutzer
578 geschriebene Beiträge
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Wohnort: West-Gera
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22.07.2007 ~ 21:04 Uhr ~ jandark schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 17.07.2005
1 erhaltene Danksagungen
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RE: Lob der DDR |
Beitrag Kennung: 55078
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Wie gesagt: belehrender dürfte es kaum gehen.
Aber dann erübrigt sich auch eine Diskussion, da andere Meinungen ohnehin nur gesteuert von Kapitalistenmedien sind. Das ist so pauschal wie es sonst nur der Themenstarter in seinen Äußerungen pflegt. Schade.
gruß
jandark
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Herasun
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FT-Nutzerin
2.322 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Gera
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23.07.2007 ~ 00:14 Uhr ~ Herasun schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 13.04.2006
52 erhaltene Danksagungen
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RE: Lob der DDR |
Beitrag Kennung: 55111
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Zitat: |
Original von Simson
Tut mir leid, daß Du all meine Beiträge hier und im alten Forum entweder nicht vollständig gelesen oder nicht erfasst hast. Ich hoffe, daß Dir jetzt wenigstens wohler ist, nachdem Du anstelle von Inhalten und Argumenten zu einem Thema wieder mal Deine Gefühle herauslassen und eine persönliche Spitze austeilen konntest. |
Mensch, Simson, irgendwie scheinst du es nicht lassen zu können.
Entweder gibst du wirklich Ruh`,oder du bringst dich weiterhin ein.
Alles Andere ist D*ü*n*n*s*c*h*i*s*s.
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Donna
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FT-Nutzer
281 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Hermsdorf
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23.07.2007 ~ 09:20 Uhr ~ Donna schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 11.04.2006
0 erhaltene Danksagungen
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RE: Lob der DDR |
Beitrag Kennung: 55127
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Zitat: |
Original von Simson
Zitat: |
Original von jandark
... Das ist so pauschal wie es sonst nur der Themenstarter in seinen Äußerungen pflegt. ... |
Tut mir leid, daß all meine Beiträge hier und im alten Forum Dich nicht in der Dir wünschenswert erscheinenden Form erreicht haben. Vielleicht habe ich mich für Dich persönlich auch nicht umfassend genug geäußert. Vielleicht hast Du meine Beiträge auch nicht vollständig gelesen oder auch nicht vollständig verstanden. Ich hoffe wenigstens, daß Dir jetzt wohler ist, nachdem Du anstelle von Inhalten und Argumenten zu einem Thema wieder einmal Deine Gefühle herauslassen und eine persönliche Spitze austeilen konntest. |
die ddr muste aufgrund ihrer mangelnden kritikfähigkeit den rückzug antreten.
sie ist also in gewisser weise mit gutem beispiel voran gegangen.
ein gelassener umgang mit kritik hätte ein fortbestehen der ddr im konzert der staaten gut und gerne möglich gemacht. aber das war der ddr eben selbst nicht möglich.
aktuelle persönliche wiedererkennungseffekte wären rein zufällig.
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