im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 488184
Millionen von Arbeitslosen - einfach wegdefiniert
L E S E B E F E H L !!
Vier Antworten reichen aus, um die Propaganda mit den Arbeitslosenzahlen und dem angeblichen Fachkräftemangel ad absurdum zu führen.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 497125
So viele Zeitarbeiter wie nie. Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich während und nach der Rezession besser entwickelt als in vielen anderen Ländern. Doch die sinkende Arbeitslosenzahl täuscht darüber hinweg, dass viele der neuen Jobs im Krisenfall schnell wegfallen könnten. Denn die meisten entstanden in der Zeitarbeitsbranche.
[Tagesschau.de; 19. Juli 2011]
* Doch keine positive Meldung zum Arbeitsmarkt. So viele Ausgebeutete wie nie. Früher wurden die Arbeitnehmer von einem Kapitalisten ausgebeutet. Den Zeitarbeiter saugen gleich zwei aus.
Adeodatus Benutzerkonto wurde gelöscht
21.07.2011 ~ 16:17 Uhr ~ Adeodatus schreibt:
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 497268
Dazu passt auch eine Meldung aus Thüringen.
Zitat:
Ausgaben für Sozialhilfen legen zu
In Thüringen sind im vergangenen Jahr die Ausgaben für Sozialhilfe gestiegen. Insgesamt gaben die Träger netto 424 Millionen Euro und damit sechs Prozent mehr als 2009 aus, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte.
Erfurt. Rein rechnerisch legten die Ausgaben damit binnen Jahresfrist von 177,24 auf 189,29 Euro je Einwohner zu.
Wie es weiter hieß, lagen in 9 der 23 Landkreise und kreisfreien Städte die Ausgaben über dem Landesdurchschnitt. Der höchste Wert wurde mit 265,09 Euro je Einwohner in Eisenach ermittelt.
Der größte Teil der Aufwendungen entfiel nach Angaben der Behörde mit 300,6 Millionen Euro auf die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen. Für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wurden netto 53,7 Millionen Euro aufgewendet.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 505937
[ARD:Report Mainz] Neue Studien: Lage älterer Arbeitsloser unverändert schlecht / 850.000 fallen aus Arbeitslosenstatistik
Die Lage älterer Arbeitsloser in Deutschland ist weitaus schlechter, als von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bislang dargestellt. Das zeigen Recherchen der Redaktion "Report Mainz" für das ARD-exclusiv "Alt, arm, arbeitslos - immer mehr Ältere rutschen ab", das am 24.08.2011 um 21.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird.
* UvdL, und wieder nur Lügen aus ihrem Maul.
Adeodatus Benutzerkonto wurde gelöscht
24.08.2011 ~ 10:48 Uhr ~ Adeodatus schreibt:
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 505941
Eine Verbesserung wurde zwar versprochen, ist aber nie durchsetzbar solange keine gesetzliche Untermauerung steht. Was der von Dir verlinkte nicht aufzeigt ist das wer über 40 ist und dauerhaft durch eine Krankheit eingeschränkt ist, eine Chance von unter 10 % hat einen versicherungspflichtigen Arbeitsplatz zu ergattern, das gilt nicht nur für Arbeitsplätze in Unternehmen sondern auch zu allererst für die Anstellung im öffentlichen Dienst.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 511886
[nzz.ch] Krise vernichtet in Industrieländern über 13 Millionen Jobs
Die Finanzkrise hat seit 2007 weltweit über 13 Millionen Jobs vernichtet. Junge Arbeitnehmer sind vom Abbau besonders betroffen, wie eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufzeigt. In den 34 Mitgliedstaaten gibt es 44 Millionen Arbeitslose.
* Ein kleiner Blick über den Tellerrand des Michel.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 512745
[http://www.versicherungsbote.de] Was macht eigentlich die Arbeitslosigkeit? Sie rechnet sich schön
Arbeitslosigkeit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung - so steht es heute in fast allen Medien. Demnach sei die Zahl der Arbeitslosen unter die 2,8 Millionen-Marke gesunken, ein Stand, der zuletzt 1991 erreicht wurde. Doch der Vergleich hinkt: die Zahlen von damals und heute sind nicht mehr vergleichbar.
* Wer eine noch detailliertere Analyse der Zahlen lesen möchte, klickt hier.
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von gastli: 02.10.2011 09:08.
Eigentlich keine Besonderheit mehr in unserer sozialdemokratisch reformierten Arbeitswelt: Ein Konzern sucht billige Arbeiter und lässt sich diese vom Jobcenter in die Werkshallen sanktionieren. Selbstverständlich wird für diese unwerte Leben kein Tariflohn gezahlt, sondern ganz im Gegenteil jeder staatliche Zuschuss mitgenommen. Oder der abkommandierte Pöbel zum Hungerlohn ausgebeutet. Den Rest bis zum Hartz4-Regelsatz kann er ja nach Feierabend bei den Behörden beantragen. Mehrwöchige "unentgeltlich Probearbeit" nimmt man natürlich gleich lachend mit.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Die sanktionierte Zwangsarbeiter-Armee geniesst keinerlei Kündigungsschutz, hat keine tariflich abgesicherten Ansprüche auf Urlaub oder gar Lohnfortzahlung im Krankheitsfall - und durch meine Billiglohntruppe steche ich zugleich noch die Konkurrenzfirmen aus, deren dummen Chefs noch ein Verantwortungsgefühl für ihre Beschäftigten zeigen und deshalb Löhne zahlen, von denen die Familienväter ihre Familie durchbekommen.
Und siehe da: "Das ist ganz im Sinne des Gesetzgebers und absolut nichts ungewöhnliches", wird die ARGE-Sprecherin zitiert. "Das ist gängige Praxis." Seht ihr: Alles in Butter . Und weit über 80 Prozent jubeln begeistert mit und wählen CDU/CSU/SPD/FDP/GRÜNE, die diese Art der Ausbeutung sogar per Gesetz wollen.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 561557
Zitat:
"Das Wunder von Berlin" - Beschäftigungsboom durch Hartz IV - Aufstockung.
Jena, 11. Mai 2012. Der Beschäftigungsboom, mit dem die Bundesregierung wirbt, ist größtenteils nur durch Hartz IV-Aufstockung möglich, kommentiert der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. (DSD), den so genannten Aufschwung in der Dienstleistungsbranche.
In vielen Medien wird zurzeit vom Beschäftigungsboom in Deutschland geschrieben und geredet. Zum größten Teil, so eine Stellungnahme der Bundesregierung, liege das am Aufschwung in der Dienstleistungsbranche. Doch gerade in diesem Sektor werden zum Teil so niedrige Löhne bezahlt, dass Beschäftigte nur mit staatlicher Hilfe ihre Existenz sichern können. Dies betrifft vor allem Arbeitnehmer in den Bereichen Reinigungs- und Verkaufsberufe, Hilfsarbeiter, Bürokräfte, Köche, Logistik- und Transportarbeiter, Gästebetreuer, Gesundheitsdienstleister, Erzieher, Verkehrsmitarbeiter und Sozialarbeiter. "Erst die Statistiken offenbaren die bittere Wahrheit", sagt Uwe G. C. Hoffmann, der Geschäftsführer des DSD, in Bezug auf den Beschäftigungsboom. "70 Prozent der Menschen, die in den genannten Bereichen arbeiten, müssen als Hartz IV-Aufstocker ihre Existenz sichern. Das waren Mitte letzten Jahres knapp eine Million Vollzeitbeschäftigte."
Die festgelegte Niedriglohnschwelle wird oft gar nicht erreicht
Aus Berlin wird darauf hingewiesen, dass diese ergänzende Grundsicherung nicht zwangsläufig auf den Niedriglohn zurückzuführen sei. Viele Aufstocker würden ohne Familie einen ausreichenden Verdienst haben. Mit Kind oder Kindern sähe das natürlich anders aus. Dass aber in Dienstleistungsjobs auffällig oft sehr schlecht verdient werde, räumt die Bundesregierung ein. Laut einer Untersuchung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat der Bund im Jahr 2011 rund zwei Milliarden Euro ausgegeben. Geld, mit dem Menschen, die eine Vollzeitbeschäftigung haben, das Existenzminimum gesichert wird. "Zwei Milliarden Euro, die vom Bund gezahlt werden, damit entsprechende Betriebe ihre Vollzeitbeschäftigten weiterhin mit Niedriglöhnen belohnen können", meint Hoffmann. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat eine Niedriglohnschwelle von monatlich 1802 Euro brutto festgelegt. Der DSD-Geschäftsführer weiter: "Gerade in Reinigungsfirmen, im Gastgewerbe und in den Verkaufsberufen, stellt diese Niedriglohnschwelle für viele Arbeitnehmer ein Traumgehalt dar."
Der Teufelskreis Hartz IV
Im SGB II sind verschiedene Sanktionen verankert. Damit können ALG-II Bezieher wirksam zur Annahme einer Arbeit gezwungen werden, auch wenn der Arbeitgeber nur Niedriglöhne bezahlt. Allerdings entkommt so niemand dem Teufelskreis Hartz IV. Denn ist der Lohn für die Vollzeitbeschäftigung zu niedrig, kann der oder die Betroffene die entsprechende Grundsicherung durch Hartz IV-Aufstockung in Anspruch nehmen. "In Sachen Sanktionen", erklärt Uwe G. C. Hoffmann, "kann man leider immer wieder feststellen, dass diese in den meisten Fällen leider rechtswidrig verhängt werden. Gerade wenn es die Bedarfsgemeinschaften oder eheähnlichen Lebensgemeinschaften betrifft, sollte man als sanktionierter Betroffener die Prüfung der Bescheide durch spezialisierte Anwälte in Betracht ziehen".
Der Deutsche Schutzverband gegen Diskriminierung e. V. setzt sich für Menschen ein, die sich durch Behörden oder Unternehmen ungerecht behandelt fühlen, die bei ihrer Berufswahl aus böswilligen Gründen oder Vorurteilen benachteiligt wurden oder die durch den Staat oder seine Entscheidungen ins soziale Abseits gedrängt werden.
Besonders betreut werden Hartz IV-Empfänger, die eine kostenlose Erstberatung ihrer Fälle durch spezialisierte Anwälte erhalten.
Weitere Informationen unter www.gegendiskriminierung.de
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 596134
Der Politikwissenschaftler Prof. Christoph Butterwegge über den neoliberalen Arbeitsmarkt. Alles Wichtige über Statistikfälschungen, Lügen und Mythen der Erwerbslosigkeit in knapp 11 Minuten.
Sehr Empfehlenswert!
[Und wie sein Gegenpart Hüther das Mietmaul der INSM herumeiert sprich für sich.]
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von gastli: 24.11.2012 07:41.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 599436
[SZ] Minijobs gefährden reguläre Stellen
Flexibel und billig: Unternehmer schätzen Minijobber. Gewerkschaften warnen jedoch seit Jahren, dass die 400-Euro-Jobs sozialversicherungspflichtige Stellen verdrängen. Nun haben Forscher der Arbeitsagentur diesen Zusammenhang erstmals nachgewiesen. Vor allem der Einzelhandel, aber auch andere Branchen, sind betroffen.
* Das ist ja der unglaublichste Hammer der mir je .....
Damit konnte doch NIEMAND rechnen. Der Segen der Arbeitslosenstatistikfälscherbande erweist sich als Irrglaube. Und das stellen "Forscher der Arbeitsagentur" - was immer das sein soll - nun nach 35 Jahren fest.
Sehr merkwürdig.
im Forum Thüringen seit: 09.08.2008
293 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 604004
Also Münchhausen ohne Kugeln?
Sag doch so was nicht, Lügen, Lügen, Lügen das ist nur schummeln.
Erfolge, Erfolge, Erfolge, die Zappzerap Maschine im Wahljahr 2013.
Wenn es "ihr" bei der Stimmenbeschaffung aber hilft?
"Lügen haben doch kurze Beine", aber
"Wo die Beine am dicksten sind, ist die Liebe eben am Größten."
Da muss man ja leiden wie ein "Hund" der auch die Arbeitnehmer hasst, wie die Pest.
Frettchen.
Dieser Beitrag wurde 2 mal bearbeitet, zum letzten Mal von Meister: 05.01.2013 16:29.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 607778
An erster Stelle sind es immer wieder die Arbeitslosenzahlen, an denen der Erfolg gemessen wird. Aber was nun tun, wenn die Wirklichkeit nicht den gewünschten Erfolg zeigt und die Zahlen, die eigentlich sinken sollen, jeden Tag immer mehr steigen? Das geht natürlich nicht. Da muss man sich etwas einfallen lassen. Und das tut man dann auch, heimlich, hinter verschlossenen Türen und fernab jeglicher Öffentlichkeit.
Wellmann hat sich das mal undercover angesehen und authentisch nachgestellt.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 608799
[BIAJ - Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe] Arbeitsagentur Gera nennt der Presse falsche Quote und falsche Zahl Jugendlicher in Hartz IV
Die von der Arbeitsagentur Altenburg-Gera gegenüber der Ostthüringer Zeitung (OTZ) genannte niedrigere Hartz IV-Quote in der Stadt Gera (15,0 satt 16,5 Prozent) ergibt sich durch das Vergessen der 21 nicht erwerbsfähigen Jugendlichen in SGB II-Bedarfsgemeinschaften im Zähler und die veraltete Bevölkerungszahl im Nenner (Ende 2010 statt Ende 2011). Sie ist falsch.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 626576
[Berliner Umschau] Arbeitslosigkeit: 5,5 Millionen Menschen erhalten Stütze / Entlassungen nehmen offenbar zu
Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt bleibt auch im April weiter angespannt. Nach den am Dienstag bekanntgegebenen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) erhielten 5,5 Millionen Menschen Leistungen von Arbeitslosengeld oder Hartz IV. Als Unterbeschäftigt gelten fast 4 Millionen Betroffene – dies dürfte auch in etwa die Zahl der realen Arbeitslosen widerspiegeln. Besonders besorgniserregend: die Zahl der ALG I-Empfänger hat sich deutlich erhöht, was auf Entlassungen in Folge der Euro- und Wirtschaftskrise hindeutet. Die Zahl der offiziell registrierten Arbeitslosen sank zwar leicht – der Rückgang fiel jedoch geringer aus, als im Frühjahr eigentlich üblich.
* Wie jeden Monat kommt von Ursula von der ewigen Lüge eine frisierte Statistik.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 626844
5,5 Millionen Menschen mit Leistungen von Arbeitslosengeld oder Hartz IV, eine Million in Massnahmen geparkt, sowie rund zehn Millionen Mini- und Teilzeitjobber, von denen die Hälfte gerne Vollzeit arbeiten würden, aber nichts finden - das sind die Fakten.
Und trotzdem schreiben sich die FAZ-Lohnschreiber eine "drohende Vollbeschäftigung" zusammen. Das ist Qualitätsjournalismus.
im Forum Thüringen seit: 09.08.2008
293 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 630999
Zitat:
gastli hat am 01. Mai 2013 um 08:09 Uhr folgendes geschrieben:
5,5 Millionen Menschen mit Leistungen von Arbeitslosengeld oder Hartz IV, eine Million in Massnahmen geparkt, sowie rund zehn Millionen Mini- und Teilzeitjobber, von denen die Hälfte gerne Vollzeit arbeiten würden, aber nichts finden - das sind die Fakten.
"Massenarbeitslosigkeit und Verlängerung der Lebensarbeitszeit, sind gleichzusetzen mit dem Versuch, Hochwasser mit Dauerregen zu bekämpfen."
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 639059
Zitat:
[heise]Tricksen für die Erfolgsbilanz mit sinkenden ErwerbslosenzahlenDer Bundesrechnungshof wirft der Bundesagentur für Arbeit Manipulation vor. Für Kritiker aus der FDP ist das ein Grund, die Abschaffung der BA zu fordern.*
Auch TELEPOLIS beschäftigt sich noch einmal mit den Daten des Bundesrechnungshofes. Zum Beispiel dass die Bundesagentur für Arbeit bei Azubis, die ohnehin in ihren Betrieben übernommen werden, einen Eintrag als "erfolgreiche Vermittlung" für sich gutschreibt. Die Azubis müssen sich vorher proforma arbeitslos melden.
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 640660
Zitat:
Gipfel gegen Jugendarbeitslosigkeit im Kanzleramt
Ein bisschen Optimismus hat noch nie geschadet, wenn es um die großen sozialen Probleme unserer Zeit geht. Ob sie damit gelöst werden, ist die andere Frage.
...
Sie sprachen in Berlin von Hoffnung, von Lösungen, von Perspektiven. Zeit, dass sie ihre Versprechen umsetzen.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 649148
Zitat:
[heise]ALG II: Juhu, ein Fünftel schafft den Ausstieg. Oder doch nur 1%?Nach dem Jobwunder nun das Wiedereintrittswunder: 23% der ALG-II-Empfänger sollen 2012 den Ausstieg aus dem ALG II-Bezug geschafft haben. Die Zahl trügt."Nur jeder vierte ALG II-Empfänger findet einen Job" oder "Fast 25% der ALG II-Bezieher werden erfolgreich vermittelt" – die Betrachtungsweise ist verschieden, doch die Aussagen sind mehr oder minder identisch. Immerhin fast 25% der ALG II-Bezieher, so heißt es derzeit, verabschiedeten sich 2012 aus dem ALG-II-Bezug, um eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Nicht nur wird in manchen Zeitungen fröhlich suggeriert, hier handle es sich um von den Jobcentern vermittelte Erwerbstätigkeiten, auch wird dabei ausgelassen, um welche Art von Erwerbstätigkeiten es geht. Dies ist jedoch wichtig, um zu bewerten, ob die vermeintliche Erfolgsmeldung tatsächlich eine ist.Fälle, nicht Personen – ein kleiner, aber unfeiner UnterschiedSieht man sich die Zahlen der Bundeagentur für Arbeit an, so wird klar, dass die 23% sich aus Abgängen in Tätigkeiten des 1. und 2. Arbeitsmarktes aufspalten. Während 16% auf den 1. Arbeitsmarkt entfallen, sind immerhin 7% lediglich Tätigkeiten des 2. Arbeitsmarktes, was bedeutet, dass hierunter beispielsweise auch die sogenannten "1-Euro-Jobs" (Tätigkeiten mit Mehraufwandsentschädigung) fallen. Diese "Abgänge" sind also nur Scheinabgänge, da sie ja im ALG-II-Bezug verbleiben. Wieso sie dennoch unter ALG-II-Abgänge fallen, wird deutlich, wenn die Formulierungen der BA genau betrachtet werden. So werden bei den Abgängen nicht etwa die Personen gezählt, sondern die "Fälle", was heißt, dass eine Person zwar (z.B. durch den 1-Euro-Job) im ALG-II-Bezug verbleibt, jedoch nicht mehr der Fallbearbeitung unterliegt.Einfach ausgedrückt: Hat ein Sachbearbeiter 10 Fälle auf dem Schreibtisch und alle 10 Personen landen 4 Monate lang in einem 1-Euro-Job, so wird vermerkt, dass immerhin 10 Fälle aus dem ALG-II-Bezug herausgefallen sind, auch wenn weiterhin ALG II gezahlt wird. Werden diese 10 Personen nach dem 1-Euro-Job in den nächsten 1-Euro-Job vermittelt, so zählen sie erneut als 10 Abgänge, obgleich sich hier keineswegs 10 Personen dauerhaft aus dem ALG-II-Bezug verabschiedet haben.
Es ist schon erschütternd wie viel Kreativität angewendet wird um den "Arbeitsmarkt" schön zu rechnen.
Man muss [bei denen immer] ganz genau hinschauen, was uns die Mainstreampresse verkaufen solll. Denn nicht etwa 25 Prozent aller Bezieher von ALG II wurden "erfolgreich vermittelt", sondern es wird eine Anzahl an vermittelten Fällen genannt, die einfach mit der Gesamtzahl aller Bezieher von ALG II verglichen wird. Ein "Fall" ist es aber schon, wenn ein Erwerbsloser für 14 Tage unter Santionsandrohung in eine "Trainingsmaßnahme" geprügelt wird. Und es ist ein zweiter Fall, wenn derselbe Betroffene zwei Monate später erneut antreten muss.
Manipulation pur.
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von gastli: 30.08.2013 08:36.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 693725
Finde den Fehler.
3.105.083 Menschen suchen eine Stelle. Es sind aber zusammengefasst nur 1.017.235 Stellen vorhanden. Würde man nun alle offenen Stellen besetzen können, wären immer noch 2.087.848 Menschen ohne eine Stelle.
Was machen wir jetzt mit denen? Streichen wir ihnen die Leistungen, weil sie sich “nicht ausreichend bemühten” und hoffen dann darauf, daß sie verrecken?
Zu all diesen Zahlen kommt noch hinzu, daß nicht wenige offene Stellen mehrmals in immer wieder abgeänderter Form auftauchen. Dies ist mir von einer jungen Frau bekannt, die einmal bei einem privaten Arbeitsvermittler tätig war und ein und dieselbe Stelle 5 Mal im Portal der BA veröffentlichen mußte, um die Trefferquote bezüglich Bewerbungen zu erhöhen und damit die Chancen auf die Vermittlungsgutscheine zu steigern. Sie erzählte mir außerdem, daß dies gängige Praxis sei und somit kann sich jeder in etwa ausrechnen wieviel offene Stellen es tatsächlich gibt. Daß die BA zudem für eine geschönte Statistik diese manipuliert steht außer Frage. Und wo sich ein Betrüger niederläßt, gesellen sich schnell noch mehr dazu.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 694442
Zitat:
18 Millionen deutsche Erwachsene ohne Arbeit
Arbeitslosengeld bekommen in Deutschland nur 907.000 Menschen, als arbeitslos werden amtlich nur 2.9 Millionen gezählt. Das soll beruhigen und so wird uns immer wieder der beste Arbeitsmarkt aller Zeiten und aller Orten vorgegaukelt.
Doch ohne Arbeit sind insgesamt 18 Millionen Erwachsene. Zieht man die ab, die angeblich gar keine Arbeit suchen, bleiben immer noch 10,6 Millionen Menschen ohne reguläre Arbeit, also einschließlich der 4,4 Millionen Hartz-4-Aufstocker, die von ihrer Arbeit nicht leben können, übrig
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 700552
Zitat:
Der Abwärtstrend des IAB-Arbeitsmarktbarometers hat sich im Juni fortgesetzt. Gegenüber dem Vormonat gab es mit einem Rückgang um 0,9 Punkte das vierte Minus in Folge. Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liegt nun bei 99,6 Punkten.
„Der Optimismus unter den Arbeitsagenturen ist vorerst verflogen, mittlerweile ist nur noch mit einer Stagnation bei der Arbeitslosigkeit zu rechnen“, kommentierte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen”, die Aussichten für die nächsten drei Monate. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist zwar unter die Marke von 100 Punkten gefallen, einen merklichen Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl signalisiert das aber noch nicht.
Nutzer ist im Jahr 2020 verstorben
1.440 geschriebene Beiträge
Wohnort: Gera
24.07.2014 ~ 23:18 Uhr ~ kritiker schreibt:
im Forum Thüringen seit: 23.03.2006
63 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 705277
Zitat:
Lieberknecht verspricht Vollbeschäftigung in Thüringen bis 2019
wovon träumt die nachts? in welcher zeit lebt diese person? hat die schon mal was von mechanisierung gehört? es wird unter den jetzigen umständen nie wieder eine vollbeschäftigung geben, und das weiß die eigentlich auch! aber, es ist ja "Wahlkampf", da sind ja alle lügen erlaubt! solange das wahlvieh sein kreuz an der vorgesehenen stelle macht ist das geschwätz nach der "Wahl" sowieso nichts mehr wert!
also, auf geht's, wählt "vollbeschäftigung"
das war der beste Witz den ich heute las.
bis dann
Adeodatus Benutzerkonto wurde gelöscht
25.07.2014 ~ 07:07 Uhr ~ Adeodatus schreibt:
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 15 Jahren
Beitrag Kennung: 705299
Wenn man davon ausgeht das Laut einer Definition für Vollbeschäftigung aus den 1990er Jahren in der BRD eine Arbeitslosenquote von 4 % bis 5 % zugrunde gelegt wird vermittelt sie ungeniert an die etwas einfältigen Thüringer das bis zum Jahr 2019 jeder Arbeitsuchende einen Job hat.
Das das Ziel von einer Arbeitslosenquote von 5 % bis zum Jahr 2019 ohne die Schaffung von Arbeitsplätzen erreicht wird das sagt sie natürlich nicht denn in dem Zeitraum von 5 Jahren verschwinden die ersten Babyboomer in die Rente die Geburtenstärksten Jahrgänge lagen zwischen 1955 und 1969, verschwinden diese Jahrgänge in der Rente kommen durch die Geburtenschwachen Jahrgänge nur wenig Arbeitskräfte nach und man hat ohne auch nur einen Finger zu rühren einen Aufschwung am Arbeitsmarkt.
Wie geht so etwas?
Man greift sich einfach aus dem Millionenheer der kapitalistisch Überflüssigen kurzerhand 40 Erwerbslose heraus, wirft zusätzlich einige Steuermillionen dazu - und versucht dann, die Betroffenen in irgendwelche Betriebe zu stopfen. Dieses schon von vornherein zum Scheitern verurteilte Maßnahme nennt man dann hochtrabend "Perspektiven im Betrieb" und bejubelt propagandistisch jeden allerkleinsten Erfolg, der beim genauen Hinsehen eher einem Armutszeugnis gleicht. So einfach funktioniert "moderne" Arbeitsmarktpolitik in der BRD.
Wie jetzt, das glaubt ihr nicht?
Okay, dann lest selbst:
Zitat:
In ausgewählten Jobcentern soll in einem insgesamt dreijährigen Test geklärt werden, ob mit vorhandenen Arbeitsmarktinstrumenten und mit neuen Betreuungsstrukturen Wege gefunden werden können, besonders marktfernen Langzeitarbeitslosen eine dauerhafte Beschäftigung zu ermöglichen. Die Herausforderung des Projekts liegt einmal in den Profilen der Kunden. Zum anderen mussten Arbeitgeber gefunden und überzeugt werden, entsprechende Beschäftigungsverhältnisse für diese Menschen zu schaffen. So konnten von ursprünglich 40 Teilnehmern 37 Langzeitarbeitslose integriert werden. Heute zeigt sich, dass die aufgenommenen Arbeitsverhältnisse größtenteils stabil verlaufen und mit hoher Wahrscheinlichkeit in unbefristete Beschäftigung münden werden.
[Quelle: wie oben]
Das ganze im Klartext.
Man hat drei !!! Jahre lang 40 Erwerbslose als Billiglöhner herumgeschubst, die Betroffenen weiterhin mit dem Regelsatz abgespeist, aber den sogenannten "Arbeitgebern" als Belohnung auch noch unser Steuergeld dafür gegeben, damit sie diese Menschen [ohne ihre Löhne zahlen zu müssen] ausbeuten.
Ja so funktioniert der geilste Kapitalismus.
Wenn die Subvention dann ausläuft, werfen sie diese Leute ohnehin wieder den Jobcentern vor die Füßee und verlangen anderes Ausbeutungsmaterial, welches mit zusätzlichem Steuergeld billig gemacht wird.
"Erste Erfolge", nennt die Bundesagentur ohne Arbeit diese grenzenlose Steuergeldverschwendung. Und wer würde da nicht mitjubeln wollen.
So ganz neu ist das ja alles nicht. Nur für Langsamdenker. Für die noch mal als Wiederholung: Genug Arbeitsplätze wird es nie mehr geben! Punkt!
Dieses hier beschriebene mit Steuergeld subventionierte Festhalten wird genauso wenig helfen, wie der Abbau von Sozialleistungen. Beides beschleunigt am Ende nur das Elend. Denn vorher vielleicht noch ordentlich bezahlte Stellen werden gegen solche subventionierte Billigarbeit ausgetauscht und schon sitzen beide im Dreck. Der, der vorher noch die ordentlich bezahlte Stelle hatte und der, der sich bereits entrechtet vom Jobcenter herumprügeln lassen muss.
Dieser Beitrag wurde 1 mal bearbeitet, zum letzten Mal von gastli: 30.07.2014 09:10.
im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
RE: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 23 Jahren
Beitrag Kennung: 706413
Lage bleibt stabil 2,87 Millionen Arbeitslose im Juli
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli um 39.000 auf 2,871 Millionen gestiegen. Allerdings sei das Plus ausschließlich auf die Sommerpause zurückzuführen, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit.
[Quelle: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitslose-100.html]
Die Lage ist stabil seit fast vierzig Jahren! Vor vierzig Jahren begann in der BRD die realpolitische Einführung des Neoliberalismus. 1975 überschritt die Arbeitslosigkeit erstmals die Millionengrenze und ab 1981 wurde die Millionengrenze nie mehr unterschritten. Und das im Lande des – pro Kopf gerechnet – Exportweltmeisters! Gemessen am Abbau der Massenarbeitslosigkeit funktioniert die neoliberale Wirtschaftspolitik also noch nicht mal in der erfolgreichsten Ökonomie der Welt!
Das Thema stammt ja aus dem Jahr 2006 un muss nun heißen: Arbeitslosigkeit am niedrigsten seit 23 Jahren
Der erforderliche Abgleich mit der Realität zu "Lage belibt stabil" folgt im nächsten Beitrag.
Die Betreiber des Forum Thüringen übernehmen keine Verantwortung für die Aussagen von Dritten.
Ein Beitrag gibt lediglich die Ansicht und Meinung des jeweiligen Nutzers wieder, die sich nicht mit der Meinung des Internetseitenbetreibers decken muss.
Lesen Sie hierzu auch vor Nutzung dieser Webseite unsere AGB. Wir sehen uns als politisch und konfessionell neutrale Diskussions- und Spieleplattform, nicht nur für Thüringer.