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orca
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FT-Nutzer
8.636 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Dresden
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08.08.2016 ~ 15:56 Uhr ~ orca schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 20.06.2007
1084 erhaltene Danksagungen
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Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 839671
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Inzwischen sind die B'R'D-Insassen ja daran gewöhnt: Wo Reform drausfsteht, ist Verschlechterung drin.
Heute registrierte ich zwei Meldungen mit für die deutsche Kultur bedrohlichem Charakter.
1. Seit der Rechtschreibreform hat sich die Fehlerquote drastisch erhöht:
Zitat: |
Merkwürdig still geworden ist es um den "Rat für deutsche Rechtschreibung" in Mannheim, der doch eigentlich eingesetzt war, als "maßgebende Instanz in Fragen der deutschen Rechtschreibung" die "Einheitlichkeit der Rechtschreibung im deutschen Sprachraum zu bewahren".
Wäre er wirklich aktiv, müsste er Alarm schlagen. Denn weder ist es gelungen, die durch die Rechtschreibreform zerrüttete Einheitlichkeit zurückzugewinnen, noch die Rechtschreibleistungen der Schüler zu verbessern. Sie haben sich vielmehr bei allen Schultypen dramatisch verschlechtert. Dafür werden zwar verschiedenste Gründe, unter anderem neue Unterrichtspraktiken, angeführt. Aber ein erstaunlich hoher Anteil von Fehlern geht offenbar unmittelbar auf die Reform von 1996 zurück. Sie scheint auf bestem Wege, sich als der größte Rohrkrepierer der deutschen Kulturpolitik seit 1945 zu erweisen. |
http://www.welt.de/kultur/article121635352/Doppelt-so-viele-Fehler-dank-Rechtschreibreform.html
Sicher spielen da andere Faktoren auch eine erhebliche Rolle wie die Lese- und Schreibfaulheit der Generation Schlausprecher, die BILDungsreformen (sprich Kaputtkürzen des Bildungswesens + Einführung von Verblödungspädagogik). Aber die bürgerlichen Sophistereien aus Halbwahrheiten, Irrtümern und Wunschdenken, welche die deutsche Sprache um Konsonantenblöcke bereicherten wie in Schifffahrt oder Fetttöpfchen, dafür um ß, Worttrennungsregeln und Interpunktion beraubten, spielen mit Sicherheit eine wichtige Rolle dabei.
Kurz danach kam folgende Meldung:
2. Mangels frühzeitiger Planung werden jetzt "Quereinsteiger" und Ausländer als Lehrer eingesetzt.
Zitat: |
Sachsen setzt kurz vor Beginn des neuen Schuljahres verstärkt auf Seiteneinsteiger, um den Unterricht abzusichern. Im Schnitt seien 45 Prozent der freien Stellen mit Quereinsteigern besetzt worden, erklärte Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) am Donnerstag in Dresden. |
http://www.dnn.de/Mitteldeutschland/News/1150-neue-Lehrer-Sachsen-stellt-verstaerkt-Quereinsteiger-ein
Zitat: |
So sollen etwa Anträge schneller bearbeitet werden, sagt eine Sprecherin. Auch Hürden für ausländische Lehrer möchte die Senatorin senken, um sie schneller an den Unterricht heranzuführen. |
http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/lehrermangel106.html
Woher hätte man auch wissen sollen, daß auch Lehrer jedes Jahr ein Jahr älter werden und irgendwann das Rentenalter erreichen und und daß Kinder etwa 6 Jahre nach ihrer Geburt eingeschult werden?
Nun, das weckt große Hoffnung und Vertrauen auf die Kultur und Bildung künftiger Generationen. Wenn dieses volksverblödende imperialistische Verbrecherregime B'R'D nicht bald beseitigt wird, braucht sich niemand mehr Sorgen um die deutsche Kultur und das Bildungsniveau machen.
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gastli
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FT-Nutzer
32.648 geschriebene Beiträge
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Wohnort: terrigenus
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13.08.2016 ~ 20:25 Uhr ~ gastli schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
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RE: Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 840537
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Was wäre, wenn die mediale und schulische Verdummung der Menschen kein Unfall, sondern pure Absicht ist?
Während das Privatfernsehen, aber auch inzwischen das Internet erhebliche Verdummungswellen schlägt, ist unser Bildungsystem nur darauf ausgelegt, unkritisches und konsumgeiles Hamsterradschlachtvieh zu produzieren, das Charaktereigenschaften wie Gier, Geiz, Rücksichtslosigkeit und Egoismus als völlig normal empfindet.
Der Kabarettist Georg Schramm hielt vor einigen Jahren eine bemerkenswerte Wutrede.
Ob er recht hat?
Ob ich recht habe?
Das wird man wohl nie beweisen können.
Schaut man sich allerdings die Indizien an, dann kann man schon vermuten, dass hier einiges nicht ein Versehen, sondern absolut gewollt ist.
https://www.youtube.com/watch?v=ULWvAoRhdmA&feature=youtu.be
Was ist dran an der Strafversetzung einer Lehrerin wegen zu guter Noten?
Leider einiges.
http://www.gds-news.de/…/was-passiert-wenn-lehrer-zu-gut-u…/
Achtung:
Folgender Bericht ist von 1972 und behandelt die Einflüsse der CSU auf die Einführung der Privatfernsehens:
http://www.zeit.de/1972/09/bayern-soll-nicht-schwarz-sehen
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gastli
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FT-Nutzer
32.648 geschriebene Beiträge
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Wohnort: terrigenus
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15.08.2016 ~ 08:58 Uhr ~ gastli schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
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RE: Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 840805
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Zitat: |
gastli hat am 13. August 2016 um 20:25 Uhr folgendes geschrieben:
Was wäre, wenn die mediale und schulische Verdummung der Menschen kein Unfall, sondern pure Absicht ist? |
Diese Frage war rein rethorisch.
Denn es ist tatsächlich so.
Zitat: |
In diesem Jahr hat die Mathematikprüfung für den mittleren Schulabschluss in Berlin und Brandenburg einen neuen Tiefstand erreicht. Die Schulmathematik ist auf Betreiben des von Psychologen geleiteten Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zur reinen Vortäuschung des Rechnens geworden. Die zuständige Behörde sieht es anders: Das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg will keine „signifikante Häufung einfacher Aufgaben“ beobachtet haben.
Was gilt als einfach? Eine Teilaufgabe in der Berliner Prüfung zum mittleren Schulabschluss lautete: „Im Filmpark Babelsberg wird in jedem Jahr die Anzahl der Besucher gezählt. Geben Sie ein Jahr an, in dem die Besucherzahl niedriger als 300 000 war.“ Gezeigt wird keine Tabelle, sondern ein Säulendiagramm für die Jahre 2007 bis 2015. Eine solche Aufgabe ist gar keine Mathematik. Der Prüfling musste nur die kürzeste Säule aussuchen und die darunter stehende Ziffernfolge abmalen. Hätte er dabei nur ein wenig fehlgegriffen, wäre er auch mit einem Punkt belohnt worden. |
[Quelle: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/fo...n-14378361.html]
Keine weiteren Fragen Euer Ehren.
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Adeodatus Benutzerkonto wurde gelöscht
15.08.2016 ~ 12:50 Uhr ~ Adeodatus schreibt:
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RE: Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 840836
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Das hat wohl eher weniger mit "gewollt" zu tun - zu Recht wird aber immer mal wieder auf das Schulsystem der DDR hingewiesen zu mindestens was die Abschlüsse der Schüler bis 1989 anbelangt. Wenn man dieses System in der heutigen Zeit anwenden würde, dann wären ein paar Änderungen nötig die Dir am Ende auch wieder nicht gefallen dürften.
Wer einmal zurückschaut wird wissen das es in der DDR keine Klassen gab die mit Schülern besetzt waren die in unterschiedlicher Ausprägung der deutschen Sprache mächtig waren, es gab Mindestvoraussetzungen zum Erreichen eines Klassenzieles. Wenn Du also heute die gleichen oder annähernd identischen Lernergebnisse forderst müsste man das angestrebte Ziel der „Inklusion“ (Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion.) In den Schulen der DDR wurden Schüler mit Lernhemmnissen konsequent in Sonderschulen versetzt. Die deutsche Sprache in Wort und Schrift musste beherrscht werden um ein Klassenziel zu erreichen – wie sollte das heute funktionieren in den Klassen sitzen auch Kinder die zu einem großen Teil erst einmal von dem was der Lehrer erzählt nur „Pla-Pla-Pla“ verstehen. Somit bleibt auch wohl oder übel der Lernerfolg bei den meisten Schülern auf der Strecke die der deutschen Sprache halbwegs mächtig sind.
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orca
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FT-Nutzer
8.636 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Dresden
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15.08.2016 ~ 12:57 Uhr ~ orca schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 20.06.2007
1084 erhaltene Danksagungen
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RE: Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 840838
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Zitat: |
Adeodatus hat am 15. August 2016 um 12:50 Uhr folgendes geschrieben:
Wenn man dieses System in der heutigen Zeit anwenden würde |
Kann man nicht, denn die Zielstellung war die Bildung und Erziehung allseitig entwickelter sozialistischer Persönlichkeiten.
Ziel des B'R'D-BILDungswesens ist die Schaffung einer winzigen Elite und Verblödung aller Übrigen. Nur vollverblödete Untertanen sind gute Untertanen.
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Moon Benutzerkonto wurde gelöscht
15.08.2016 ~ 14:33 Uhr ~ Moon schreibt:
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RE: Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 840864
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Zitat: |
gastli hat am 13. August 2016 um 20:25 Uhr folgendes geschrieben:
Was wäre, wenn die mediale und schulische Verdummung der Menschen kein Unfall, sondern pure Absicht ist? |
Ich würde an deiner Stelle mal etwas leiser sein, zumindest in Brandenburg sitzen deine Roten in der Regierung und "verdummen" das Volk fleissig mit.
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Pfiffikus
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FT-Nutzer
7.133 geschriebene Beiträge
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Wohnort: Debschwitz
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15.08.2016 ~ 23:43 Uhr ~ Pfiffikus schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 06.04.2006
1476 erhaltene Danksagungen
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RE: Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 840982
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Bring mal bitte den Link in Ordnung!
Pfiffikus,
der das gerne lesen würde
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gastli
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FT-Nutzer
32.648 geschriebene Beiträge
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Wohnort: terrigenus
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16.08.2016 ~ 17:59 Uhr ~ gastli schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 03.12.2005
2277 erhaltene Danksagungen
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RE: Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 841094
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fangerle
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FT-Nutzerin
8.698 geschriebene Beiträge
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Wohnort: jetzt - Österreich
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18.08.2016 ~ 20:56 Uhr ~ fangerle schreibt:
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im Forum Thüringen seit: 08.08.2010
99 erhaltene Danksagungen
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RE: Schlechter lesen und schreiben dank Reformen |
Beitrag Kennung: 841377
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Die Kartoffelaufgabe:
Realschule 1960:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 40 DM. Berechne den Gewinn!
Sekundarstufe 1970:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50 DM. Die Erzeugerkosten betragen 4/5 des Erlöses. Wie hoch ist der Gewinn des Bauern? (Rechenschieber nicht erlaubt)
Sekundarstufe 1980:
Korrektur der Formulierung (Identische Neuauflage von 1970):
Ein/e Bauer/in verkauft einen/e Sack/in Kartoffeln/innen einem/er Kunden/in für DM 50,-. Die Erzeuger/innen Kosten betragen 4/5/innen des Erlöses. Wie hoch ist der/die Gewinn/in des/der Bauern/in? (Keine Taschenrechner/innen verwenden)
Gymnasium 1990:
Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Solanum tuberasum für eine Menge Geld (=G). G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente aus G=g gilt: Die Menge der Herstellungskosten (=H) ist um zehn Elemente weniger mächtig als die Menge G. Zeichnen Sie ein Bild der Menge H als Teilmenge G und geben Sie die Lösungsmenge X für folgende Frage an: Wie mächtig ist die Gewinnmenge?
Freie Waldorf-Schule 1995:
Male einen Sack Kartoffeln und singe ein Lied dazu.
Integrierte Gesamtschule 1999:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für 50,-. Die Erzeugerkosten betragen 40,-. Der Gewinn beträgt 10,-. Unterstreiche das Wort "Kartoffeln" und diskutiere mit deinen 15 Mitschülern aus anderen Kulturkreisen darüber. Waffen sind dabei nicht erlaubt.
Schule 2005 (nach der Bildungs- und Rechtschreibreform):
Ein agrargenetiker ferkauft ein sagg gatoffeln für 6,25 €. Die kosden bedragen 5 €. Der gewin bedregt 1,25 €. Aufgabe: margiere den term gardoffeln und maile die losung im pdf-format an classenleerer@schule.euroba
Jor 2010:
Sorrie, es gipt keine gartoffeln meer! Nur noch pom fritt bei mc donels. Es lebe der fordschridd!
Quelle: Unbekannt
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